Gottesdienst auf dem Haarwasen

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Gut tausend Menschen spürten gelebte Einheit – Christen wollen gemeinsam den Hessentag mitgestalten

„Endlich wieder Präsenzveranstaltungen für den Hessentag!“ Gemeinsam freuen sich Manuel Fleßenkämper, Jochen Schmidt, das Hessentagspaar Lisa und Felix Hoffmann, Sebastian Loh und Caros Schmidt – vor der Stadionkulisse des open Air-Gottesdienstes.

Bild: Walter Lutz (w.lutz@prservice-lutz.de)

HAIGER (wlu) – Der Hybridgottesdienst der Initiative Aufbruch Hessentag Haiger am vergangenen Sonntag begeisterte gut tausend Menschen. Ob als Besucher im Stadion Haarwasen oder als Zuschauer an den Bildschirmen – der Spirit der Haigerer Christen und ihre Suche nach Einheit machte Lust auf den gemeinsamen Weg Richtung Hessentag. 

Die Gemeinsamkeit war in allen Details der Open Air-Veranstaltung spürbar: Traditioneller Posaunenchor und moderner Band-Lobpreis, Predigt-Impulse aus unterschiedlichen Kirchen- und Gemeinderäumen, Video-Grußbotschaften aus den Haigerer Ortsteilen, Mitarbeiter aus vielen christlichen Gemeinden – aus der bunten Vielfalt heraus kristallisierte sich das gemeinsame Ziel von „Aufbruch Hessentag“ heraus, was Moderatorin Rebecca Neuburger-Hees (FeG Rodenbach) bereits in ihrer Begrüßung mit dem Jesus-Gebet unterstrich: „Sie alle sollen eins sein, genauso wie Du Vater mit mir eins bist. Dann wird die Welt glauben, dass Du mich gesandt hast.“ 

Dem Verein „Aufbruch Hessentag“, dem evangelische und katholische Kirchen sowie Freikirchen angehören, sei es wichtig, „Einheit zu suchen und Einheit zu stiften“. Denn wir glauben alle an den selben dreieinigen Gott!“, sagte die Moderatorin. Der Hessentag solle kein Kirchentag werden, aber ein Fest zur Ehre Gottes. Bürgermeister Mario Schramm zeigte sich motiviert durch das Engagement vieler Haigerer, gemeinsam den Hessentag zu gestalten. Und das Hessentagspaar Felix und Lisa Hoffmann bedankte sich im Interview mit Rebecca Neuburger-Hees für die Einladung zum Gottesdienst und hoffen, dass nach dem langen Corona-Lockdown jetzt endlich die Zeit kommt für Veranstaltungen und die Begegnung mit Menschen. Der Gottesdienst am „Haarwasen“ sei eine Rückkehr zur Normalität.

Für Musik sorgten der CVJM-Posaunenchor aus Langenaubach, verstärkt durch weitere Bläser aus der Region, unter Leitung von Helmut Bachmann mit bekannten Chorälen, die auch vorbeilaufende Spaziergänger ins Stadion lockten. „Wie schön das klingt so über den Dächern Haigers.“ Auch bei der Worship-Band „Atara“ ließen sich die Zuhörer während des Gottesdienstes in die Anbetung hineinnehmen. 

Pastoralreferent Michael Wieczorek und seine Kollegin Maria Becker, eingespielt aus der Ev. Stadtkirche, sprachen vom gegenseitigen Verstehen zwischen den Konfessionen. „In der Zusammenarbeit beim Aufbruch Hessentag haben wir viel gelernt voneinander.“ Die Ev. Pfarrerin Tanja Konter brachte ihre Gedanken zur gegenseitigen Annahme und Liebe aus dem Gebäude der Freien evangelischen Gemeinde am Hickenweg zum Ausdruck: „Jesus hat aus Liebe zu uns gehandelt. Und weil Gott ein Beziehungswesen ist, wollen auch wir die Beziehung zueinander suchen und ausbauen als Kinder Gottes!“ „Jesus nachfolgen bedeutet losl(i)eben“, sagte Pastor Matthias Ackermann von der Ev. Freikirchlichen Gemeinde Schillerstraße per Videobotschaft aus der katholischen Kirche: „Liebe und Wertschätzung soll das Erkennungszeichen von Christen sein. So wie Jesus Menschen gedient hat, wollen wir für andere da sein.“

Weitere Infos: www.aufbruch-hessentag-haiger-2022.de